Youth Section

Zur Jugendtagung „Jetzt-sein“

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Constanza Kaliks: Youthsection Leader
15 Sep, 2012

Jeder neue Anfang ist eingebettet in etwas, was ihm vorausging. Als Geschöpfe sind wir alle angewiesen an das schon Vorhandene, das uns willkommen heisst, uns empfängt, entgegenkommt, aufnimmt. In diesem Raum kann sich das Neue ereignen, das, was das schon dagewesene durch seine Gegenwart verändert, was Zukunft beinhaltet, was dem, was ist, Sinn gibt und das, was sein wird, ermöglicht.

Jung sein ist geboren werden für die Gemeinsamkeit, bedeutet aus dem Zusammensein lernen wirksam zu werden um diese Welt, die uns empfängt wiederschaffen zu können durch das, was in uns lebt und verwirklicht werden will aus der Begegnung mit dem was schon da ist, aus der Begegnung mit dem anderen.

Keine leichte Aufgabe heute, wo das, was da ist einerseits sehr prägend erscheint, anderseits sich ständig verändert und dazu noch sich explizit und permanent selber in Frage stellt. Das Vorhandene unterliegt heute einer Beweglichkeit und einem Wandel das eine innere Richtung, ein sich richten, sich etwas vornehmen und versuchen, es zu vollziehen zur grossen Herausforderung macht.

Der Gang von dem, was uns durch die Vergangenheit geschenkt wird zu dem, was durch jeden von uns durch unsere Gegenwart in der Welt kommt und in Erscheinung treten will, dann das Zusammenkommen von beiden und schliesslich der Schritt zum „Sein im Jetzt“: das war der thematische Weg der in der Tagung gemeinsam beschritten wurde, angeregt durch Vorträge, durch die Podiumsbeiträge und wurde lebendig auch in den Gesprächen, die den Morgen abrundeten.

In eindrücklicher Art und aus der Auseinandersetzung mit den Thema brachten die Vortragenden und die Teilnehmer der Podiumsgespräche ihre Erfahrungen, ihre Gedanken und auch ihre Fragen. Es wurde erlebbar: „Jetzt-sein“ ist zugleich Herausforderung und Möglichkeit und erfordert von jedem den Willen, erneut zu beginnen.

Wofür bin ich dankbar? Wie kann ich die Einmaligkeit des anderen ermöglichen? Wie lausche ich, um meine Verantwortung zu hören? Wie kann ich durch meine Tat die Wirklichkeit bejahen? - so formulierten junge Menschen die Fragen, die dann in Gruppen bewegt wurden.

Wachheit und Offenheit: diese zwei Bedingungen, durch die ein Raum gebildet werden kann des Gebens und des Empfangens wurden durch die teilnahmsvolle Gegenwart der jungen Menschen erfüllt und ermöglichten so eine gemeinsame Hinwendung zueinander und zum Thema.

Jetzt-sein“ konnte erlebt werden im Interesse und an der ausgesprochene Freude der jungen Menschen hier, am Goetheanum sich begegnen zu können. Es ereignete sich das schönste: Begegnungen, die Zuversicht schenken für die Zukunft - eine Zukunft die geprägt sein will von Taten die von Hingabe an die Menschen zeugen.

 

 

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